P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney.
P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney.
P. Sherman, 132 Wallaby Way, Sydney.
P. Sherman, 132 Wardell Road, Sydney.
P. Cramer, 132 Wardell Road, Dulwich Hill, Sydney.
R. Cramer, 132 Wardell Road, Dulwich Hill, Sydney.
P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney.
P. Sherman, 132 Wallaby Way, Sydney.
P. Sherman, 132 Wardell Road, Sydney.
P. Cramer, 132 Wardell Road, Dulwich Hill, Sydney.
R. Cramer, 132 Wardell Road, Dulwich Hill, Sydney.
Ihr Mantra war klar.
Ihre Augen flatterten wie in Trance. Sie saß im Flugzeug von Cairns nach Sydney und fieberte dem Moment entgegen, ihren Urlaub wieder mit Menschen zu teilen. Robert würde sie abholen. Sie würde bei ihm wohnen, dann mit seinen Eltern weiterreisen. Es würde gut werden. Es würde sogar sehr gut werden, was sie natürlich vorher noch nicht wusste…
Das Flugzeug landete. Sie schluckte, machte seltsame Mundbewegungen und gähnte um das schwammige Gefühl in ihren Ohren loszuwerden. Kalte Luft schlug ihr entgegen. Und schon wieder zahlte es sich aus, immer eine Jacke mit sich rumzuschleppen. Sie zog die schwarze Weste über, zog außerdem die Schultern hoch, als ob sie der Abendkälte dadurch tapferer begegnen könnte, nahm ihre Tasche und ihren Laptop und verließ das Flugzeug. Sie konnte atmen. Die Luft war rein und klar. New South Wales hatte jetzt schon die besseren Karten, einen durchweg positiven Eindruck bei ihr zu hinterlassen…
Ihre Augen flatterten wie in Trance. Sie saß im Flugzeug von Cairns nach Sydney und fieberte dem Moment entgegen, ihren Urlaub wieder mit Menschen zu teilen. Robert würde sie abholen. Sie würde bei ihm wohnen, dann mit seinen Eltern weiterreisen. Es würde gut werden. Es würde sogar sehr gut werden, was sie natürlich vorher noch nicht wusste…
Das Flugzeug landete. Sie schluckte, machte seltsame Mundbewegungen und gähnte um das schwammige Gefühl in ihren Ohren loszuwerden. Kalte Luft schlug ihr entgegen. Und schon wieder zahlte es sich aus, immer eine Jacke mit sich rumzuschleppen. Sie zog die schwarze Weste über, zog außerdem die Schultern hoch, als ob sie der Abendkälte dadurch tapferer begegnen könnte, nahm ihre Tasche und ihren Laptop und verließ das Flugzeug. Sie konnte atmen. Die Luft war rein und klar. New South Wales hatte jetzt schon die besseren Karten, einen durchweg positiven Eindruck bei ihr zu hinterlassen…
Und da stand er. Hinter dem Gitter zwar, um nicht noch einmal die 11 Dollar Bahngebühr zu bezahlen, aber er hatte sie tatsächlich abgeholt. Robert und Luise sahen sich wieder. Zu lange Zeit hatte er ihr Genörgel nur am Telefon angehört. Endlich würde er ihr wieder persönlich in den Arsch treten können… Nach gefühlten 100 Stunden kamen sie in 132 Wardell Road, Dulwich Hill an und Luise war am Ende. Cairns steckte ihr in den Knochen. Ihr Magen hatte sich noch nicht wieder erholt. Sie fühlte sich gerädert. Von einem 128Millionen-Australischen-Schaf-Herden-Tonner überfahren. Sie schaffte es grade so, sich ihr Melbourne Marathon Schlafi-T-Shirt überzuwerfen (gepaart mit dem Melbourne Hoodie und ner Jogginghose, weil Sydney nachts zumindest viiiiiiiiiiiiel zu kalt war), um die Nacht, sowie 13 Stunden des neuen Tages des achtundzwanzigsten zwölften in Morpheus Armen zu verbringen. Scheiß auf Sydney, scheiß auf Opera House und Harbour Bridge. Sie würde all das früh genug sehen können. Heute war Ruhe angesagt. Stille, Ruhe, einfach nix machen. Okay, sie musste sich anziehen, um mit Robert ein bisschen was einkaufen zu können, aber das war auch schon alle Arbeit, die sie heute auf sich nahm… Robert kochte dann sogar. Blätterteigtaschen und Reis mit Chicken-Vegetable-Dingsbums-Sauce. So ließ es sich leben. Wahrscheinlich nahm er die Kocharie aber auch auf sich, um sie zu besänftigen: Er hatte tatsächlich vor, sie an diesem Abend noch einmal raus zu schleppen. Der Plan war, sich mit ein paar Freunden noch auf ein Bier zu treffen. Uff. Hatt sie dazu Lust? Zunächst hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto mehr Lust hatte sie tatsächlich. Sie freute sich irgendwann sogar darauf, Roberts Freunde kennenzulernen. Vor allem die von der Bananenfarm… Der Abend war denn auch ausgesprochen schön. Zwar wurde Luise erneut ihrer Positionen des stillen Beobachters gerecht, die sie innehat, wenn sie weniger als 10% der Leute kennt, aber vor allem die Bekanntschaft mit Peter gab ihr ein wohliges Gefühl einer gewissen Vertrautheit, die man auch 1 Milliarde Kilometer von zu Hause weg verspüren kann. Peter war nicht nur ein ausgesprochen lieber, herzlicher Mensch, er hatte außerdem eine gewisse attitude, die ihn auszeichnete. Obendrein stellten Peter und Luise im Laufe ihres Gesprächs fest, dass Peter Prof. Pörksen kennt, weil er mal in Hamburg studiert hat, bevor er nach Sydney kam, um hier seinen Abschluss zu machen. Die Welt war ein Dorf. Mal wieder… Peter war außerdem der Organisator des Silvestertags, der unausweichlich bevorstehen sollte. Geplant war Bradleys Head auf der gegenüberliegenden Seite von Opera House und Harbour Bridge. Hm. Ja. Alles schön und gut. Luise hätte zu allem Ja und Amen gesagt. Sie hatte ja nicht unbedingt den Plan von Sydney in der Tasche und obendrein keine große Wahl. Peter versprach eine Bombenaussicht und viele nette Menschen, ein BBQ, Salate und einfach nur einen großartigen Tag. Er sollte 200% Recht behalten…
Aber erst einmal gab es ja noch einen 29. und einen 30. 12., den es zu entdecken galt. Am Morgen des 29. machte sich Luise allein auf die Socken. Robert war um 6 Uhr früh gegangen, um seine Eltern vom Flughafen abzuholen. Trotzdem vermied es Luise an diesem Morgen aufs Neue nach dem Motto des frühen Vogels zu leben. Ganz gemütlich stand sie um 9 Uhr auf, lief zur Bahnhaltestelle, freute sich, dass sie Sonne schien und ihr Magen das Frühstück in Form eines Apfels zu dieser Zeit hervorragend wegstecken konnte :-) Mit dem Zug fuhr sie direkt vor die Tür des Geschehens: Ausstieg Circular Quay, aus der Bahn raus, nächste Aktion ne Touristin fragen, ob sie ein Bild von Luise vor der Harbour Bridge machen kann… Leider sah das dann so aus, sodass sie hoffte, Robert, sein Vater oder whoever könnte vielleicht noch was besseres hinkriegen…
Ziel an diesem Tag gab es keins. Was ein unglaublich entspannendes Gefühl war. Luise stoppte. Sie stellte ihre Tasche zwischen die Füße, hielt in einer Hand ihre Brille und cremte sich mit der anderen das Gesicht mit Sonnencreme ein. Sydney begrüßte sie mit dem Wetter ihrer Träume. Keine Wolken am Himmel, 30 Grad – Frisur hielt. Damit auch ja das Gesicht bis zum 31. ebenfalls „hielt“ und nicht durch hässlichen Sonnenbrand entstellt wurde, war diese Cremesession mitten in Sydney City eben nötig… Weiter ging es Richtung Opera House. Ihren Stadtplan hätte Luise nicht gebraucht. Sydney war dermaßen von Touristenmenschenmassen überlaufen, dass man mit dem Motto „Der Masse nach“ sein Sightseeing perfekt meistern konnte.
Und dann: Staunen. Wie im Film, Mann!!! Ein elaborierterer Gedanke kam leider nicht in den überanstrengten Gehirnwindungen ihres kleinen Kopfes zustande. Das Opera House war wie gemalt. Wie auf Postkarten, wie im Fernsehen, unecht, unrealistisch. Noch mehr die Tatsache, dass sie davor stand und mit gestrecktem Nacken nach oben guckte. Jörg Utzon hatte ganze Arbeit geleistet… Ein Bauwerk, das die Kategorien von moderner Architektur sprengt und neben Kunst und Kultur auch noch Leidenschaft ausstrahlt. Luise hätte den Tag damit verbringen können einfach nur da zu stehen und über diese Dinge nachzudenken. Großstadtbauwerke. Mittendrin: Kunst. Kultur. Leidenschaft. Liebe? Freundschaft. Einsamkeit. Erhabenheit. Sie holte sich mal nen Lachssalat und setzte sich damit ans Wasser. Dass der Salat 17 Dollar gekostet hatte, der Lachs dafür aber schmeckte als käme er aus den Gourmetküchen dieser Erde, verdrängte sie. Sie hatte Urlaub. Außerdem hatte sie sich diesen Lachssalat verdient. Er erinnerte sie an liebe Menschen. Inzwischen war halb 1. Sie war einmal die Treppen zur Oper hochgelaufen, die designed wurden, um den Alltag hinter sich zu lassen. Mit einer Breite von 100 Metern sollte man beim Hochgehen dieser Treppe in die Welt der Oper eintreten und sich bereit machen können für einen ganz speziellen Abend, dessen Besonderheit man noch lange nachempfinden könnte. Sie stellte sich vor, wie das Kleid aussehen sollte, das sie tragen wollen würde, hätte sie die Chance einmal hier eine Opernvorstellung zu besuchen. Es müsste lang sein. Es müsste schwarz sein. Über und über mit Perlenstickereien verziert. Plus Hut. Die Haare zu langen großen Wellen gesteckt. Die Augen katzenartig verrucht. Das Kleid dürfte keine Träger haben. Ein seiden-chiffon-Korsett über langem, fließenden Stoff, der hinter ihr die Treppe hinunter weht. Hermines Perlentasche (so wie sie in Luises Phantasiebuchvorstellung aussieht, nicht wie die Läppische ausem Film…) als komplettierendes Accessoire. Natürlich mit dem extendierenden Zauber. Endlich würde sie auch ihren Schirm mitnehmen können, ohne eine ihrer großen Taschen zu brauchen… Aber bei dem Wetter von heute wäre das sowieso nicht nötig gewesen.
Und dann: Staunen. Wie im Film, Mann!!! Ein elaborierterer Gedanke kam leider nicht in den überanstrengten Gehirnwindungen ihres kleinen Kopfes zustande. Das Opera House war wie gemalt. Wie auf Postkarten, wie im Fernsehen, unecht, unrealistisch. Noch mehr die Tatsache, dass sie davor stand und mit gestrecktem Nacken nach oben guckte. Jörg Utzon hatte ganze Arbeit geleistet… Ein Bauwerk, das die Kategorien von moderner Architektur sprengt und neben Kunst und Kultur auch noch Leidenschaft ausstrahlt. Luise hätte den Tag damit verbringen können einfach nur da zu stehen und über diese Dinge nachzudenken. Großstadtbauwerke. Mittendrin: Kunst. Kultur. Leidenschaft. Liebe? Freundschaft. Einsamkeit. Erhabenheit. Sie holte sich mal nen Lachssalat und setzte sich damit ans Wasser. Dass der Salat 17 Dollar gekostet hatte, der Lachs dafür aber schmeckte als käme er aus den Gourmetküchen dieser Erde, verdrängte sie. Sie hatte Urlaub. Außerdem hatte sie sich diesen Lachssalat verdient. Er erinnerte sie an liebe Menschen. Inzwischen war halb 1. Sie war einmal die Treppen zur Oper hochgelaufen, die designed wurden, um den Alltag hinter sich zu lassen. Mit einer Breite von 100 Metern sollte man beim Hochgehen dieser Treppe in die Welt der Oper eintreten und sich bereit machen können für einen ganz speziellen Abend, dessen Besonderheit man noch lange nachempfinden könnte. Sie stellte sich vor, wie das Kleid aussehen sollte, das sie tragen wollen würde, hätte sie die Chance einmal hier eine Opernvorstellung zu besuchen. Es müsste lang sein. Es müsste schwarz sein. Über und über mit Perlenstickereien verziert. Plus Hut. Die Haare zu langen großen Wellen gesteckt. Die Augen katzenartig verrucht. Das Kleid dürfte keine Träger haben. Ein seiden-chiffon-Korsett über langem, fließenden Stoff, der hinter ihr die Treppe hinunter weht. Hermines Perlentasche (so wie sie in Luises Phantasiebuchvorstellung aussieht, nicht wie die Läppische ausem Film…) als komplettierendes Accessoire. Natürlich mit dem extendierenden Zauber. Endlich würde sie auch ihren Schirm mitnehmen können, ohne eine ihrer großen Taschen zu brauchen… Aber bei dem Wetter von heute wäre das sowieso nicht nötig gewesen.
Und das musste sie nutzen. Der Botanische Garten war wie geschaffen dafür. Und da stand sie. Die rote Bimmelbahn, die kleine Kinder durch den Garten fuhr. Luise wusste, dass sie alle dafür auslachen würden, aber so wenig sie mit Kindern am Hut hatte, so sehr war sie im Inneren selbst noch Kind, sodass sie auf einmal den unbändigen Drang verspürte, mit dieser Bimmelbahn durch den Park zu fahren. Concession 5 Dollars. Knie angewinkelt und mitgefahren. Lief. Plötzlich hätte sich Luise gut vorstellen können, diesen Tag mit ihrer Mutter und ihrer Oma in genau diesem Park zu verbringen. Es gab einen Rosengarten, den ihre Oma mit Sicherheit spannend gefunden hätte. Mit ihrer Mama hätte Luise die Tropenpflanzen angeschaut. Und alle zusammen hätten sie dann im Cafe ein Eis gegessen und Kaffee getrunken, um danach im Giftshop irgendwas zu kaufen, was man zu Hause einmal anguckt und dann ins Regal stellt um zu sagen: „Das hab ich in Sydney gekauft.“ Otto wäre währenddessen mit seinem Foucault beim Shakespearebaum sitzen geblieben und würde jetzt von den Frauen wieder abgeholt werden. Oma würde sich bei Otto einhaken und mit gemeinsamen Kräften würden sie es schaffen, dass Oma den Weg zurück am Wasser entlang genießen könnte. „Thank you for travelling with the Sydney Botanical Gardens Tram“. Luise war zurück vom Tagtraum. Sie suchte sich eine Bank am Wasser aus und begann, ihr Tagebuch zu schreiben. Das Reisetagebuch war inzwischen fast voll. Fast hoffte sie, nicht ZU viel zu erleben. Am Ende hatte sie keinen Platz mehr es aufzuschreiben…Fatal. Engere Schrift und Abkürzungen, die nur sie selbst würde verstehen können (obwohl, in 20 Jahren auch noch?), verhalfen ihr aber dazu, dass alles passte… Ihr Timing war perfekt. Gerade als sie zuklappte, rief Robert an. Seine Eltern wären gut angekommen, ob wir uns bald in der Stadt treffen würden. Am Opera House? Passte, immerhin war sie da schon. Sie wandte das Gesicht der Sonne zu, zog ihre Schuhe aus und genoss die Wärme. Sie schloss die Augen und ließ die Menschenmengen Menschenmengen sein…
| War doch süß, die Bahn, oder?! |
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| Nix im Ballett gelernt: Grader Rücken Luise!!! |
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| Pinkfarbene Rosen SIND halt einfach die schönsten ;-) |
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| Dinosauriervögel - in Fachkreisen auch Ibis |
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| MEINS?! |
Roberts Eltern waren mehr als nett. Gabriele und Bruno hatten ihren Sohn jetzt fast ein Jahr lang nicht gesehen. Der Hauch eines Gefühls des Fehl-am-Platz-Seins im Familienurlaub wurde von der Sekunde an aus Luises Kopf gekickt, als sich Bruno und Gabriele vorstellten. Die beiden waren richtige Eltern, die es perfekt beherrschten, mit mehr als einem Kind umzugehen…Die nächste Woche sollte sie selbst also auch unter den Fittichen der Cramers stehen und sie muss heute, am Ende der Woche sagen, dass es mehr als gut tat, das wohlige Gefühl um sich herum zu spüren, das nur Eltern verströmen können.
Den restlichen Tag ließen sie gemütlich ausklingen. Bruno und Gabriele hatten noch den Jetlag in den Knochen, sodass sie sich bald auf den Weg ins Hotel machten. Robert kam noch ein Stück mit, sodass Luise sich alleine auf die Mutprobe Fährenfahrt stellte. Zum Bradleys Head am Silvestertag musste es klappen, also besser jetzt schon mal üben. 20 Minuten nach Darling Harbour sollten reichen. Ein tiefes Einatmen. Sie suchte sich einen gemütlichen Platz, halb Sonne, halb Schatten. In der Sonne schwitzte sie, im Schatten fror sie. Juhu – es hatte geklappt! Sie hatte Nerven sich um ihre Körpertemperatur Gedanken zu machen. Die Gefahr, sich bald mit aller Macht nur noch darauf konzentrieren zu müssen, dass der Lachssalat nicht wieder den Weg ins Wasser finden würde, war damit so gut wie gebannt. Und die Fahrt an sich war dann nur noch idyllisch. Sie setzte sich so, dass ihr Gesicht der Sonne zugewandt war, der Körper lag im Schatten. Sie schlang den Schal um sich und träumte 20 Minuten lang einfach nur vor sich hin. Im Darling Harbour, bzw. bei der Town Hall traf sie wieder auf Robert, um sich auf den nach Hause Weg zu machen. Er nahm den Umweg über Kino und Bier trinken, sie den direkten nach Hause. Irgendwie war sie mit sich selbst auf einmal so sehr im Reinen, dass sie auch ganz gut allein sein konnte…
Den restlichen Tag ließen sie gemütlich ausklingen. Bruno und Gabriele hatten noch den Jetlag in den Knochen, sodass sie sich bald auf den Weg ins Hotel machten. Robert kam noch ein Stück mit, sodass Luise sich alleine auf die Mutprobe Fährenfahrt stellte. Zum Bradleys Head am Silvestertag musste es klappen, also besser jetzt schon mal üben. 20 Minuten nach Darling Harbour sollten reichen. Ein tiefes Einatmen. Sie suchte sich einen gemütlichen Platz, halb Sonne, halb Schatten. In der Sonne schwitzte sie, im Schatten fror sie. Juhu – es hatte geklappt! Sie hatte Nerven sich um ihre Körpertemperatur Gedanken zu machen. Die Gefahr, sich bald mit aller Macht nur noch darauf konzentrieren zu müssen, dass der Lachssalat nicht wieder den Weg ins Wasser finden würde, war damit so gut wie gebannt. Und die Fahrt an sich war dann nur noch idyllisch. Sie setzte sich so, dass ihr Gesicht der Sonne zugewandt war, der Körper lag im Schatten. Sie schlang den Schal um sich und träumte 20 Minuten lang einfach nur vor sich hin. Im Darling Harbour, bzw. bei der Town Hall traf sie wieder auf Robert, um sich auf den nach Hause Weg zu machen. Er nahm den Umweg über Kino und Bier trinken, sie den direkten nach Hause. Irgendwie war sie mit sich selbst auf einmal so sehr im Reinen, dass sie auch ganz gut allein sein konnte…
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| Robert und seine Mama Gabriele...und Luise halt... |
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| Roberts Eltern |
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| Ja sie war AUF der Fähre! |
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| kriegs nich umgedreht, I´m sorry... |
Der Donnerstag sollte der Auftakt zu 3 Tagen werden, die im Nachhinein nur als Traum beschrieben werden können. Und irgendwo dachte Luise sie hätte das nach DIESEN Weihnachten und den Widrigkeiten, die hinter ihr lagen auch endlich mal verdient. Der Tag begann mit einem Eierfrühstück. Die Küche in 132 Wardell Road, Dulwich Hill, Sydney war zwar versifft, aber man konnte durchaus so kochen, dass das Essen am Ende genießbar war. Auf getoastetem australischem Labberbrot machten sich Robert und Luise einen schönen Lenz und guckten zum zweiten Mal Ratatouille, bei dem sie am Abend zuvor beide eingeschlafen waren… Gegen 11 Uhr trafen die beiden auf Roberts Eltern, um als erstes an diesem Tag die Sydney Opera House Tour zu machen. An diesem Donnerstag war die Stadt noch vollgestopfter als am Vortag. Die Schlange zur Manly Beach Fähre schien sich durch die ganze Innenstadt zu ziehen. Die Schlange zur Opera House Tour war nicht ganz so lange. Außerdem sollte es sich lohnen. Es wurde nicht nur die dramatische Geschichte um das Opera House enthüllt (sein Architekt hat sein Werk z.B. niemals gesehen…), sondern man wurde auch hindurch geführt, erfuhr, dass Coldplay in einem der Studios ein Akustikalbum aufgenommen hatten, dass die Orgel im Festsaal nur von einer Handvoll Australiern gespielt werden kann, weil sie zu groß und zu umfassend ist, dass die Säle im Innenraum gar nicht von Jörg Utzon designed wurden, dass man den Raum mit Aussicht auf die Brücke auch zu Hochzeiten mieten kann etc etc. Ja irgendwann würde sie mit dem Kleid ihrer Träume hier irgendeinen Puccini anschauen… Oder ein Tribute Konzert an Joanne Sutherland. Ganz egal. Hauptsache Opera House und IHR Kleid. Und vielleicht Wein…
Nach der einstündigen Tour und Giftshopping war es Zeit für einen kleinen Mittagshappen. Anschließend ging es in den Stadtteil Haymarket, in dem die sogenannten Paddington Markets untergebracht sind. Größer, schneller, lauter als die Victoria Markets in Melbourne, unaufgeräumter, aber nicht unintressanter. Gabriele meinte, es erinnere sie an die Märkte in Dheli. Da musste Luise auch mal hin… Mit einem Oberteil, von dem sie wusste, dass Sarah sie zum Kauf genötigt hätte, verließ sie die Markets und hatte damit ein Teil mehr, das irgendwie den Weg nach Deutschland finden müsste. Sie würde 4 Lagen übereinander anziehen müssen, um keine Übergepäckgebühr bezahlen zu müssen…Aber diese Sorge lag zu diesem Zeitpunkt weit weg. Im Gegenteil, überlegte Luise eher, welche Ohrringe zu diesem Oberteil gut aussehen könnten und wie die Haare gemacht werden müssten, dass sie zu ihren Schuhen, die sie sich dazu vorstellte, nicht zu dick aussah…
Es war halb 6. Der Tag verging wie im Flug. Ihre Ballerinaschläppchen aus Rom machten nicht schlapp. Die Strasssteine hielten wie angetackert und weil alle noch recht fit waren, wurde beschlossen, gemeinsam noch Bondi Beach anzusehen. Man konnte Sydney nicht verlassen ohne wenigstens einen DER Australischen Strände gesehen zu haben. Da Robert meinte, Bondi wäre noch ein bisschen mehr als Manly DER Australische Strand, ging es also los. Und diesen Tagesabschluss würde wohl keiner so schnell vergessen. Die Sonne hatte die angenehmste Temperatur des ganzen Tages. Das Wasser wäre Luise zwar schon wieder zu kalt gewesen, ohnehin war der ganze Tag noch immer nicht warm genug, dass sie ihre Leggings hätte ausziehen wollen… Aber der Strand an sich war die Korporation dessen, was sie sich als Urlaubsidylle vorstellte. Vielleicht ein kleiner Tick zu viele Menschen, dafür aber Surfer am laufenden Band (am spannendsten fand sie eben diesen Spanier-Surfer, weil er so gar nicht Australisch aussah…), Menschen, die Spaß hatten, verliebte Pärchen, schwule und lesbische Pärchen, Bondi Beach Rettungstrupps, fettabgesaugte Oberschenkel, vergrößerte Brüste, salzwassergetränkte Schlauchbootlippen. Ihre Mutter würde ihre helle Freude haben, einen Tag lang hier zu liegen und die Menschen zu begeiern. Sie selbst hatte diesen Spaß auch… Nicht zuletzt bemerkte Luise, dass sie nun doch noch die Zeit um Weihnachten und Silvester mit Sonne pur verbringen durfte. Doch noch ein Hauch von Australischem Sommer… Das musste sie im Sand verewigen. Leider hatte sie die Hände zu voll, als dass sie sie als Schreibgerät hätte benützen können. Füße mussten herhalten, was wiederum darin mündete, dass sie nur verkürzte Botschaften in den Sand schreiben konnte (wenig Beinmuskulatur und solche Scherze…). Und jetzt wollte sie sich den Traum erfüllen, den sie seit dem ersten und einzigen Familienurlaub auf Kreta (damals WÄHREND der SONNENFINSTERNIS!!!) träumte: Einen Campari Orange auf einer Couch am Meer bei Sonnenuntergang. Damals hatte ihr Vater einen getrunken. Leider war sie selbst erst 10 Jahre alt, sodass das damals ausfiel. Aber die Farben spiegelten derart idyllisch den kretischen (?) Sonnenuntergang, dass sie dieses Gefühl irgendwann auch einmal erleben wollen würde. Heute war der Tag. Der Zufall wollte es sogar, dass aus dem zuerst ausgewählten Tisch ein Sofa werden sollte. Das Schicksal war auf ihrer Seite. Auf Australien. Cheers!
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| JA, die Bilder sind verkehrt herum...Is halt Down Under |
Der Freitag begann so entspannt wie der Donnerstag aufgehört hatte. Stilecht haben Robert und Luise den Donnerstagabend noch dazu genutzt Findet Nemo anzuschauen. Auf Englisch. Die Superiorität einer Anke Engelke gegenüber irgendeiner englischen Dori-Synchronsprecherin ging zwar flöten, die Inferioriät eines deutschen Crush-Synchronsprechers aber wurde durch den Australischen Akzent im Englischen wieder wett gemacht. Sharkbite Nemo wurde denn dann auch wie immer gefunden und alle haben sich am Ende wieder lieb (denkt eigentlich nur Luise immer wieder bei Titanic, dass das Schiff den Eisberg DIESES mal NICHT rammt???). Ein schöner Gedanke, um einzuschlafen und den Freitagmorgen schon wieder mit Eiern zu beginnen. Dieses mal gab es für Luise sogar noch Avocadoschnitze (no idea ob man Schnitze nur in der Pfalz isst…) und gegen 12 machten sich Robert und Luise auf den Weg. Zum Bottleshop erst mal. Dort entschied er sich für WARMES (Tschuldigung Robert, musste sein :-P ) Bier und sie sich für einen eisgekühlten Yellowglenn Sekt, der nach Frucht und Schokolade schmecken sollte. Dass Alkohol drin war, reichte ihr… Noch schnell ein Weißbrot gekauft, um eine Kohlenhydratbeilage zum BBQ zu haben und dann ging es Richtung Cicular Quay. Die Fähre nach Taronga Zoo sollte sie zum verabredeten Punkt bringen, an dem Peter bereits seit morgens früh um 10 den Platz reservierte. Am Hafen stießen außerdem Talji und Michael hinzu. Talji arbeitete in Melbourne bei Robert in der Eisdiele. Mit ihrem Freund Michael (beide ausem Schwabenland – nur so nebenbei…) bereist sie Australien. Ebenfalls mit Essen und Alkohol bepackt begab man sich auf die Fähre. Während der Fahrt und nachdem Luise durch diverse Telefonanrufe aufgekratzt worden war, fragte sich Luise noch immer ob ihr Kleid für den heutigen Tag nicht doch etwas zu kurz sei. Aber sie wollte schon immer mal den Silvesterabend im kurzen Schwarzen verbringen. Und heute war strahlend blauer Himmel und über 30 Grad. Irgendwann kam sie zu dem Schluss, dass das Kleid nicht zu kurz war, ganz einfach aus dem Grund des „weil halt“. Außerdem hatte sie schwarze Spitzenunterwäsche an. Da konnte ja wohl nicht viel schief gehen. Und spätestens um 8, wenn die Sonne untergegangen war, würde sie sowieso wieder ihre Leggings anwerfen… Also nur noch knapp 8 Stunden. Das ließ sich einrichten… Als die Aussicht auf das, was sie am Abend dann sehen sollte, vor ihr lag, waren jegliche Gedanken an solch nichtige Dinge wie Outfitfragen sowieso vergessen. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Peters „awesome“ traf es nicht ganz. Es war mehr als das. Es war unbeschreiblich schön. Das Wasser glitzerte, als ob es nur für Luise glitzern wollen würde, die Boote und Schiffe lagen mit einer Ruhe im Hafen, die sie vermuten ließ, dass die Welt heute anhalten würde. Sie machte schnell die Augen zu. Würde alles noch genauso vor ihr liegen, wenn sie sie wieder öffnen würde? Oder war alles nur ein viel zu schöner Traum? Sie blinzelte aus dem kleineren Auge (rechts für die, dies noch nicht wissen) und tatsächlich: Alles lag noch genauso traumhaft vor ihr wie 2 Sekunden zuvor. Peter hatte Freunde eingeladen, die ihrerseits wieder Freunde eingeladen hatten, sodass Luise am Ende nicht eben viele Menschen kannte. Aber das war egal. Sie genügte sich auf einmal wieder. Außerdem war sie umgeben von einer unglaublich herzlichen Familie, die ihr das Gefühl gab, Teil davon zu sein. Und so hatte sie am Ende sogar ein kleines Stückchen Familie dabei. Ganz weit weg von zu Hause…
Der Tag verging wie im Flug. Nicht nur deshalb weil der Weg zur Toilette eine kleine Weltreise war, auch deshalb weil die Stimmung ein entspanntes Miteinander war, bei dem alle Probleme sehr weit weg zu sein schienen… Am Strand nahm es Peter tatsächlich auf sich in sengender Hitze Fleisch und Würstchen zu grillen, Robert traf alte Bananenfarmbekannte wieder und Luise fand das Wasser heute mal nicht zu kühl. Sie spielte mit dem Gedanken sich bei einem der schwimmenden Eisboote ein Eis zu kaufen, aß dann aber doch einen echt Australischen Fruit Pie… Immer mehr hatte sie das Gefühl doch noch in den Genuss zu kommen auf einem Festival zu sein. Nur dieses mal bei gutem Wetter, ohne Tränen und Matsch. Auf einmal wünschte sie sich, genau dieses Gefühl mit ihren zu-Hause-Freunden teilen zu können…
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| Will, Peter, Tino und Thomas |
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| Talji und Michael |
Und dann begann das Lichterspiel. Die Sonne neigte sich immer tiefer und es kamen immer mehr Boote in den Hafen, die auch noch mal einen kleinen Lichtpunkt formen werden würden. Relativ nah wurde ein Radio eingeschaltet, das die gewünschte Silvester-Tanzmusik-Schlager liefern sollte…
Und endlich um 9 Uhr: Das erste Feuerwerk, das Kinder- und Familienfeuerwerk. Nicht GANZ so spektakulär wie das um 12, aber HALLO???? Ein Sydney Feuerwerk… Luise wollte nicht mehr warten. Der Sekt musste JETZT geöffnet werden. Der Tag war so schön bis jetzt und sie hatte JETZT Lust auf diesen verdammten Sekt. Außerdem hatte Gabriele auch noch Sekt gekauft, der dann um 12 aufgemacht werden sollte. Also weg damit. Höchst professionell und mit einer Anmut einer verschwitzen jungen Dame im kurzen Schwarzen öffnete sie die Flasche und übergoss ihren Obstsalat damit. Mein Gott. Sie war reich ohne Geld zu haben…
Um der Gefahr zu entgehen, um 12 nicht aus Australien herauszukommen, rief sie jetzt in Deutschland an. Natürlich war zu diesem Zeitpunkt früher Vormittag, sodass sie nicht erwarten konnte, dass die Menschen am anderen Ende schon in eben jener euphorischen Stimmung waren wie sie selbst. Aber dennoch glaubte sie zu merken, dass sich die Menschen am anderen Ende freuten. Danach hatte sie zwar kein Guthaben mehr, was Vodafone auch am Silvesterabend nicht versäumte, ihr zu sagen, aber das war in dem Moment das egalste der Erde…
Es wurde bald 12. Ein letztes mal begab sie sich auf die Reise zur Toilette um rechtzeitig wieder da zu sein. Und dann fehlten ihr die Worte. Nach den 12 Minuten Feuerwerk merkte sie auf einmal, dass sie sich mit den Händen an die Ballustrade geklammert hatte, ihre Mundwinkel vom Lächeln weh taten und ihre Augen tränten. Sie heulte nicht, aber sie fühlte den Klos im Hals, der jeden Moment zu platzen drohte… Robert ließ ihr keine Zeit zu heulen. Als ob sie leicht wie eine Feder wäre, hob er sie hoch, wünschte ihr ein frohes neues Jahr und sagte ihr Dinge, die nur jemand wissen kann, der Luise eine Woche lang bei SBS eingearbeitet hat und sie danach beim Arbeiten erlebt hat und sich all ihre Heulereien und Nörgeleien in und um Australien angehört hat. Aber seine Mutter sagte es in den kommenden Tagen sehr treffend: „Zuhören kann er gut, der Robert.“ Gabriele und Bruno verstärkten das Familiengefühl durch ihre Glückwünsche. Konnte ein einzelner Mensch tatsächlich so viel Glück haben und am Tag, an dem er Familie und Freunde so dringend brauchte, tatsächlich Familie und Freunde um sich rum haben? Irgendwie war es schon ein kleiner Traum…
Der noch lange nicht zu Ende sein sollte. Nach einer endlosen Busfahrt zurück in die Stadt (Straßen verstopft, 5000 Festivalmenschen wollen zurück…) beschloss Luise, dass sie nur einmal jung war und egal was der Abend noch bringen würde, mitzukommen zur Hausparty von Peter in seiner Wohnung im Darling Harbour. Die Wohnung an sich war viel zu teuer. Aber für die Aussicht hätte Luise mit ihrem Leben bezahlt. Nach einem Kaffee und einem Keks war dann auch wieder alles gut. Die Füße waren regeneriert und sie war noch fit genug, um mit Will blöde Seifenblasenspielchen zu machen, nur mit dem Ziel, dass Robert EIN schönes Seifenblasenbild von ihr machen würde. Dieser Traum ging leider nicht in Erfüllung…
Gegen 4 Uhr morgens machten sich Luise und Robert auf den Heimweg. Nachdem Luise Robert noch erklärte, dass es auch in der Silvesternacht gewisse Stilregeln zu beachten galt (betrunken in ne Ecke setzen und so…nee nee…) kamen sie nach eineinhalb Stunden endlich an der Bahnstation in Dulwich Hill an. Inzwischen wurde es hell.
Die Luft war rein und klar. Luise sog sie ein, als ob sie seit Tagen nicht geatmet hätte. Beim Gehen schloss sie manchmal die Augen. Die Stille verursachte ein entspanntes Gefühl in ihr. Sie ließ die Bilder des Tages in ihrem Kopf Revue passieren. Sie flogen so schnell aneinander vorbei, dass sie sie am liebsten eingefangen und eingesperrt hätte, aus Angst sie würden mit jedem Tag schneller fliegen, sodass sie sie unweigerlich irgendwann vergessen werden würde. Aber dieser Tag war nicht zu vergessen. Er verkörperte alles woran sie glaubte. Er war eine Ausgeburt der Mischung an Freiheit, Schönheit, Wahrheit und nicht zuletzt Liebe, die sie sich seit sie Moulin Rouge zum ersten mal gesehen hatte, wünschte, zu erleben. Wo, wie, und bei wem welche Attribute lagen, würde sie für sich behalten… Dieser Tag gehörte nur ihr selbst. Ein Tag, der ihr das Gefühl gab, das wertvollste Leben zu leben.
Der Neujahrstag brachte die Spannungskurve wieder zurück zu normalen Gefilden und Luises Bedürfnis nach Kitsch erst mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Nach einer Ewigkeit an Schlaf, rafften sich alle auf, um sich in Newtown zu treffen, wo Robert einige Zeit gelebt hatte. Ein nettes Kaffeetrinken, gefolgt von Abendessen und Chili-Schokoladen-Eis-Nachspeise bewirkten bei Luise das befriedigende Gefühl eines würdigen Starts in ein neues Jahr. Sie vermisste zwar das Neujahrskonzert, aber man konnte im Leben nun einmal nicht alles haben. Und nach dem vergangenen Abend wollte sie das auch gar nicht mehr.
Nach einer Ewigkeit an Schlaf, rafften sich alle auf, um sich in Newtown zu treffen, wo Robert einige Zeit gelebt hatte. Ein nettes Kaffeetrinken, gefolgt von Abendessen und Chili-Schokoladen-Eis-Nachspeise bewirkten bei Luise das befriedigende Gefühl eines würdigen Starts in ein neues Jahr. Sie vermisste zwar das Neujahrskonzert, aber man konnte im Leben nun einmal nicht alles haben. Und nach dem vergangenen Abend wollte sie das auch gar nicht mehr.


















































































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